Burgruine Hornberg in Neckarzimmern

Artikel eingestellt am 1. August 2013

„Denkmal des Monats“ August 2013:
Burgruine Hornberg in Neckarzimmern, Neckar-Odenwald-Kreis

Hoch über dem Fluss auf einem steilen Felsen beherrscht die Burg Hornberg in Neckarzimmern das Landschaftsbild des Neckartals. Ihre Ursprünge gehen zurück auf das 11. Jh. Bis ins 13. Jh. war die Burg im Lehenbesitz der Grafen von Lauffen, 1263 ging sie an das Hochstift Speyer mit der strategischen Bedeutung als dessen östlichste Schutzfestung. Von 1517 bis zu seinem Tod 1562 war die Hornberg Eigentum und Wohnsitz des Ritters Götz von Berlichingen, seit 1612 ist die Burg durchgehend im Familienbesitz der Freiherren von Gemmingen.

Hornberg besteht aus zwei Burgen: die Obere Burg mit Bergfried, gotischer Burgkapelle und dem Berlichingischen Palas und die Untere Burg mit dem sog. Mantelbau mit seinen herrschaftlichen Wohnräumen und den Ökonomieräumen. Im Dreißigjährigen Krieg und im Erbfolgekrieg geplündert und beschädigt war Hornberg nach 1738 nicht mehr bewohnt. Unter dem Einfluss der Romantik begannen ab 1825 die Arbeiten zur Wiederherstellung, die Untere Burg bewohnt heute wieder die Familie von Gemmingen.

Burgen wie Hornberg sind fortwährende Baustellen mit erheblichen Kosten für den laufenden Bauunterhalt. Mauern müssen instandgesetzt, wertvolle Architekturelemente renoviert und die Statik abgesichert werden. Für private Eigentümer eine ständige finanzielle Gratwanderung, die ohne zusätzliche Förderung nicht zu leisten ist. Für die Burg Hornberg ist es 2012/13 glücklicherweise gelungen, erhebliche Gelder aus den Denkmalförderprogrammen von Bund und Land und von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg für die Sicherung und Renovierung einzusetzen. So bleibt die Burg als hochrangiges Kulturdenkmal weiterhin öffentlich zugänglich und damit ein lohnendes Ausflugsziel im Neckartal und ein würdiges „Denkmal des Monats“ August 2013.

Statisch-konstruktive Betreuung: Dipl.-Ing. Johann Grau, Ingenieurbüro für Bauwesen, Hauptstr. 39, 74321 Bietigheim