Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2017

Der Turm überragt den Ort, von dem aus er früher verwaltet wurde, und dient noch immer als Stadtzeichen, als eines der ganz wenigen Jugendstil-Erinnerungsstücke aus einer vordem blühenden Stadtarchitektur, denn man hatte auch hier einst Geld und einen avantgardistischen Geschmack, den man seinem Hauptgewerbe auch schuldete! Unser Bauwerk entstand zwischen 1901 und 1903. Der wackere Baumeister, zugleich Bau-Bezirksinspektor, kam aus der Nähe, wurde aber nie sonderlich berühmt, obwohl sein Turm…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2017

Ein Bau, gewissermaßen janusköpfig: Im Norden, auf der Parkseite am Rande eines bekannten Kurorts, zeigt er seine Renaissance-Schauseite, die ein markanter Treppenturm im Verhältnis 5:3 teilt. Dieser „Schneck“ stammt noch aus der Entstehungszeit des ursprünglichen Baus von 1578. Die Rückseite zur weiten Ebene hin entsteht gut 150 Jahre später, eine eher nüchterne, klassizistische Fassade mit ausladendem,flachem Dreiecksgiebel. Der Umgestalter dieser „Landseite“ hat aber auch das Innere mit modelliert. Seinerzeit bekannter…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 4/2016

Das gesuchte Gebäude war derart umstritten, dass es mittels einer Volksabstimmung verhindert werden sollte. Es passe, so hypermodern wie es sei, und überhaupt, nicht in die historische Umgebung. Keinesfalls aber in die direkte Nachbarschaft eines der bau- und kulturgeschichtlich bedeutendsten und auch bekanntesten Bauwerke des Landes. Allein, die Gegner erreichten das Quorum nicht. Und so entstand zwischen 1991 und 1993 eine der umstrittensten und am Ende wohl auch gelungensten modernen…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 3/2016

Sie sind der letzte Rest einer sonst Wahn gebliebe­nen Welthauptstadt. 1936 bestellt und nie abgeholt, sollten diese 14 Monumente das Untergeschoss eines Denkmals für einen befreundeten Diktator tragen. Nachdem die Welt­stadt-Pläne in den grau­samen Realitäten unter­gegangen waren, blieben die Säulen bis heute am Auslieferungsort, wo sie auf ein dahinter liegendes Steinbruchgelände verwei­sen, in dem dieser auch an Fossilien reiche Werkstoff weiterhin abgebaut wird. Zu den herausragenden Funden dort gehören dabei…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2016

Unser gesuchter Architekt bildet mit seinem Lehrmeister zusammen die bedeutsamste historistische Baumeistereinheit des Landes. Beide haben ihre Stadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachhaltig geprägt – in zwei unterschiedlichen Stilen. Der eine, der Lehrer, war ein überzeugter „Grieche“. Er baute antik mit Säulen und Tympanon, wobei das Markenzeichenfür seine vielen repräsentativen Gebäude die sechsbis achtsäuligen Schaufassaden mit ionischem oderkorinthischem Kapitell waren. Der gesuchte Schüler allerdings wendet sich exakt…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2016

Bau und Baumeister passen hier so ideal zusammen wie selten einmal: Das gesuchte Gebäude birgt eine der berühmtesten Geistesinstitutionen des Landes, und sein Erbauer wiederum ist einer seiner wichtigsten Architekten. Und zwar nicht nur jener architekturbewegten Zeit um 1900, sondern wohl überhaupt. Ein Meister der Übergänge vom späten Historismus in Jugendstil und Expressionismus. Er baut, besonders an den „Polen“, dem Norden und Süden seines langgestreckten Heimatlandes, bedeutsame Komplexe mit dem…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 4/2015

Das Gotteshaus gilt als herausragendes Beispiel seiner Bauepoche in Süddeutschland und war einst baulicher Höhepunkt einer quadratischen Klosteranlage. Von außen wirkt das einschiffige Kirchenlanghaus mit seinem eingezogenen, dreiseitigen Chor recht bescheiden. Kein dominierender Turm, sondern, wie bei Bettelordenskirchen, nur ein Dachreiter. Doch das Innere aus den Jahren 1586 bis 1589, noch weitgehend original erhalten, ist atemberaubend. Eine der üppigsten Stuckausstattungen weit und breit, die als singulär gilt, weil sie sich…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 3/2015

Mit diesem Turm erreicht eine neue Epoche eine alte Reichsstadt, die Renaissance. Nach dem Kunstpapst Georg Dehio ist es sogar „ihr erster Sieg auf deutschem Boden“. Und dazu auch ein Wahrzeichen in doppelter Weise: einmal als ein höchst durchdachtes und ornamental durchgearbeitetes Bauwerk, zum anderen wegen seiner krönenden Abschlussfigur auf der Turmspitze. Kein Kreuz, keine Kreuzblume, kein Turmhahn, keine Wetterfahne, sondern eben ein Landsknecht als Symbol für eine wehrhafte Reichsstadt.…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2015

Das heute zu erratende Gebäude liegt zwischen dem inneren Kern einer äußerst planvoll angelegten Stadt und ihrem Bahnhof. Es wurde als repräsentatives Zeichen zum 200. Jahrestag der Gründung eines für sein reiches Kulturleben bis heute bekannten Orts von einem Architektenduo gebaut, das die Stadt um 1900 ganz wesentlich mitgeprägt hat. Charakteristikum des Festgebäudes ist der gewaltige Portikus mit den zehn Säulen, jede einzelne acht Meter hoch und 17 Tonnen schwer,…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2015

Der Turm gilt als einer der schönsten spätgotischen im Land. Er säumt eine breite, leicht ansteigende Hauptstraße, durch die sich zuzeiten immer gewaltige Narrenströme wälzen. Unser gesuchtes Bauwerk, besonders aber der 70 Meter hohe Turm, hat seine Anfänge im 14. Jahrhundert, als er auf den Fundamenten einer ehemaligen Marienkapelle emporzuwachsen begann. Im Hochmittelalter offenbar ein Wallfahrtsort, soll er wegen Augenleiden aufgesucht worden sein. Die viel bewunderte spätgotische Bekrönung wurde erst…

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