Die Sankt Johanneskapelle in Staufen im Breisgau ist Denkmal des Monats November 2004

Artikel eingestellt am 29. Oktober 2004

Hoch über der denkmalträchtigen Stadt Staufen auf dem sog. Waldbruderköpfle des „Dürren Buck“ steht die St. Johannes Kapelle mit Bruderhaus und Kreuzweg.
Nach der Zerstörung seiner alten Einsiedelei hatte sich der Eremit Johannes Willi auf dem „Dürren Buck“ unter Mithilfe der Staufener Bürgerschaft 1685 eine Kapelle errichtet, die dem Hl. Johannes d. T. geweiht wurde. Als der Einsiedler 1701 starb, wurde er vor dem Altar seiner Kapelle beigesetzt. So beschreibt Johannes Helm in „Kirchen- und Kapellen im Markgräflerland“ die Errichtung und Nutzung der St. Johanneskapelle durch ihren ersten Einsiedler.
Kaiser Joseph II., Sohn der Kaiserin Maria-Theresia, hat dann im Jahre 1783 alle Einsiedeleien in den österreichischen Gebieten aufgelöst.
Obwohl die Kapelle im Jahr 1965 gründlich renoviert wurde, bedarf sie nunmehr aufgrund der zwischenzeitlich eingetretenen Schäden einer umfangreichen Instandsetzung.
Wie schon vor 320 Jahren bei der Errichtung hat sich die Staufener Bürgerschaft in einem Arbeitskreis Staufener Stadtbild e.V. wiederum für die Johanneskapelle engagiert. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg hat zur Unterstützung dieses bürgerschaftlichen Engagements eine Spende bei der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg in Höhe von 30.000,- Euro eingeworben, die sie dem Arbeitskreis zuwendet.
Vor kurzem erfolgte der feierliche Beginn der Sanierungsarbeiten im Kreise der Bürgerschaft, was Anlass ist, die St. Johanneskapelle in Staufen zum „Denkmal des Monats“ November 2004 zu erklären.