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Instandsetzung des Forts Oberer Kuhberg in Ulm

Artikel eingestellt am 18. August 2013

Denkmalstiftung Baden-Württemberg bezuschusst Instandsetzung des Forts Oberer Kuhberg in Ulm

Mit 40.000 Euro bezuschusst die Denkmalstiftung Baden-Württemberg dieses Jahr die Reparatur von Mauerschäden am Fort Oberer Kuhberg in Ulm. Damit unterstützt sie das vorbildliche bürgerschaftliche Engagement des Förderkreises Bundesfestung Ulm e.V., der sich schon seit 1974 für den Erhalt der Festung einsetzt.
Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart seit 1985 besonders dort den Erhalt und die Sanierung von Kulturdenkmalen, wo sich private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen dafür einsetzen bzw. wo sie nachhaltig ein Kulturdenkmal durch Spenden und unterschiedliche Aktionen unterstützen. Der Förderkreis Bundesfestung Ulm e.V. hat die Bauunterhaltspflicht für das Außenfort Oberer Kuhberg übernommen und viel Zeit und Geld investiert, um es zu sichern und öffentlich zugänglich zu machen. Bei Sanierungsarbeiten hat er denkmalpflegerische Ansprüche mustergültig umgesetzt. Deshalb hat die Denkmalstiftung einzelne Sanierungsprojekte an der Bundesfestung Ulm seit 1992 regelmäßig gefördert.
Jetzt will der engagierte Verein Schäden an der Escarpenmauer der linken Flanke und an der Fassade des linken Flankenturms fachgerecht reparieren. Die Mauer und die Turmfassade sind stellenweise stark frostgeschädigt. Besonders gut sichtbar ist das an den Schießscharten. Durch eine entsprechende Fugentechnik soll das originale Fugenbild der Mauer sowie der Außenseite des linken Flankenturms erhalten bleiben.
Die Bundesfestung Ulm wurde 1842 bis 1859 unter der Leitung des preußischen Majors Moritz von Prittwitz und Gaffron mit einem geschlossenen inneren Gürtel (Enceinte) und vorgelagerten Forts errichtet und stellt in seiner Gesamtheit ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung dar.

Finanzierung

Mit gut 195.000 Euro sind die Instandsetzungsarbeiten an der Escarpenmauer der linken Flanke und an der Fassade des linken Flankenturms insgesamt veranschlagt. Der Verein bringt Eigenleistungen durch seine Mitglieder und Spenden auf, die Stadt Ulm gibt einen Zuschuss von 50.000 Euro. Auch aus dem Denkmalförderprogramm des Landes wird maßgeblich zur Finanzierung beigetragen, und die Denkmalstiftung Baden-Württemberg gibt 40.000 Euro.