Ruine Kaltenburg ist Denkmal des Monats März 2017

Artikel eingestellt am 1. März 2017

Stuttgart / Giengen-Hürben – Das Gerüst steht schon seit Monaten, die Burgmauer der Ruine Kaltenburg wird derzeit saniert. Dass die mittelalterliche Wehranlage vor dem kompletten Verfall bewahrt und Stück für Stück wieder restauriert wird, dafür sorgt seit 2014 die Interessengemeinschaft  Kaltenburg e. V.. Dieses bürgerschaftliche Engagement würdigt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg nun damit, dass sie der Burgruine Kaltenburg die Auszeichnung „Denkmal des Monats März 2017“ verleiht.

Seit 1800 verfällt die einst mächtige Burganlage hoch oberhalb des Tals, in dem die Lone in die Hürbe mündet, zusehends. Seit ihrer Gründung im 13. Jahrhundert hat sie viele wechselnde Besitzer überdauert, sie wurde erweitert, belagert, zerstört und wieder aufgebaut.

1938 und 1940 begann man, die mittelalterliche Ruine zu sichern, Anfang der 1980-er Jahre wurden die beiden Vierecktürme, die aus dem Wiederaufbau 1677 stammen, saniert. 2014 hat sich die Interessengemeinschaft (IG) Kaltenburg e. V. mit derzeit gut 130 Mitgliedern zum Ziel gesetzt, den weiteren Zerfall der Burgruine zu stoppen, das Kulturdenkmal zu erhalten, zu pflegen und als touristisches Ziel der Öffentlichkeit zugänglich zu machen – u. a. mit kulturellen Angeboten und Burgführungen.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Erst im Dezember 2016 hat die Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Mauersanierung mit 50.000 Euro unterstützt. Denn nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. Weil die Sanierungskosten das Budget von privaten Bauherren oder Bürgerinitiativen oftmals übersteigen, fördert die Stiftung mit Sitz in Stuttgart häufig denkmalgerechte  Renovierungsmaßnahmen.

34 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2016 unterstützt. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Bauwerke vor dem Verfall zu retten. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.