25.000 Euro für die Offenburger Stadtmauer: Denkmalstiftung fördert Sanierung dank Lotterie GlücksSpirale

Artikel eingestellt am 11. Dezember 2018

Stuttgart / Offenburg – Die mittelalterliche Stadtmauer von Offenburg ist ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Schon seit Jahren nagt der Zahn der Zeit an dem Gemäuer, das den Altstadtkern umschließt. In den nächsten Jahren soll die sanierungsbedürftige Befestigungsmauer rundum saniert werden. Für die ersten drei Bauabschnitte, die im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein sollen, sind Kosten von rund 330.000 Euro veranschlagt worden. An jenen Aufwendungen, die speziell dem Denkmalschutz geschuldet sind, beteiligt sich die Denkmalstiftung Baden-Württemberg mit 25.000 Euro aus Mitteln der Lotterie GlücksSpirale.

Durch bröckelnden Mörtel früherer Zementverfugungen, Schäden an der Mauerkrone und durch den Druck von Pflanzen und Wurzeln ist in vielen Teilen der 1,8 Kilometer langen Mauer Feuchtigkeit eingedrungen. Das muss dringend verhindert werden, um die historische Mauer zu erhalten. Der erste Sanierungsabschnitt im Bereich der Gustav-Reé-Anlage ist bereits abgeschlossen. Mit dem zweiten am Vinzentiusgarten wurde im August begonnen.

„Als wesentlicher Bestandteil der historischen Stadtbefestigung ist die Offenburger Stadtmauer ein fundamental wichtiges stadthistorisches und städtebaugeschichtliches Zeugnis. Deshalb unterstützt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Stadt Offenburg dabei, diese 700 Jahre alte steinerne Grenze der alten Reichsstadt zu erhalten“, sagte Dr.-Ing. Eckard Rosenberger, Vorstandsmitglied der Stiftung aus Stuttgart, bei der Übergabe des Zuwendungsvertrages.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

36 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts bereits im Jahr 2018 unterstützt. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. 60 Prozent davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.