Denkmalstiftung fördert Mauersanierung um Kanonikerhaus in Waldkirch

Artikel eingestellt am 8. Juni 2018

Stuttgart / Waldkirch – 15.000 Euro erhält die Stadt Waldkirch jetzt von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, um die historische Umfassungsmauer um das ehemalige Kanonikerhaus am Kirchplatz 2 instand zu setzen. Dadurch soll nicht zuletzt auch der Kirchplatz optisch und qualitativ aufgewertet werden.

In ihrer Grundsubstanz ist die Mauer zwar gut erhalten. Altersbedingt und aufgrund von Witterungsschäden ist sie jedoch sanierungsbedürftig. Hinzu kommen Verunstaltungen durch Farbschmierereien. Jetzt müssen teilweise Steine abgetragen und in einigen Abschnitten wieder aufgebaut werden. Ausgewaschene Mauerteile sollen ebenso restauriert werden wie Schäden, die durch Wassereinwirkung und den Druck durch Wurzeln entstanden sind. Zusätzlich müssen die Sandstein-Abdeckplatten abgenommen und wieder eingebaut bzw. durch neue Platten ergänzt werden.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

33 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2017 unterstützt. Seit ihrer Gründung hat sie weit mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. 60 Prozent davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Foto: Stadt Waldkirch