Geld für die Zehntscheuer in Fridingen – Denkmalstiftung unterstützt Dach- und Fachwerksanierung

Artikel eingestellt am 12. Juni 2019

Stuttgart/Fridingen – Die ehemalige Zehntscheune in Fridingen gehört zu den sehenswerten historischen Gebäuden der Altstadt. Der Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert ist ein wichtiges Dokument der Stadt- und Herrschaftsgeschichte. Um das Gebäude zu sichern, fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Dacheindeckung mit  Biberschwanzziegeln sowie die Instandsetzung des Fachwerks am Westgiebel mit einem nennenswerten Betrag.

Noch heute ist der hoch aufragende, dreigeschossige Satteldachbau in der Zehntscheuergasse 4 von imponierender Dominanz im Fridinger Straßenbild. Vermutlich 1764 errichtet, sticht noch heute das großformatige österreichische Wappen mit dem doppelköpfigen Adler ins Auge. Durch die besondere Architektur des Lager- und Stallgebäudes – vor allem die symmetrische Fassadengliederung, zierende Begleitmalerei in den Fachwerkgefachen und das große Wappen – versuchten die einstigen Besitzer des Gebäudes ihren Machtanspruch und ihren Autoritätswillen zu bekunden, der notwendig war, um die Zehntabgaben durchzusetzen.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. 37 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2018 unterstützt. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie nahezu 1500 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Bild: Eigentümer