Geld für Gaugelmühle: Mühlrad, Mühlkammer und Malereien werden reaktiviert – Denkmalstiftung hilft

Artikel eingestellt am 18. Januar 2018

Stuttgart / Engen – Das Mühlrad der Gaugelmühle klappert schon lange nicht mehr. Durch seine Instandsetzung wird es wieder zum Laufen gebracht. Auch die Mühlradkammer der traditionsreichen Sägemühle aus dem 18. Jahrhundert wird nun saniert. Ein neues, großes Fenster soll Besuchern einen Blick auf das hölzerne Mühlrad gewähren. Die Wiederbelebung dieses technischen Denkmals fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg jetzt mit einem ansehnlichen Betrag. Ebenso unterstützt sie die Restaurierung der historischen Malereien an der Fassade und in der Gaststube des schmucken Hauses.

Mit ihrem finanziellen Beitrag drückt die Stiftung aus Stuttgart ihre Anerkennung für die Eigentümer der heutigen Gaststätte Gaugelmühle aus, die das historische Ensemble mit großem Mut wieder instand setzen. Denn aus denkmalpflegerischer Sicht besitzt die traditionsreiche Mühle bauliche und stadtbaugeschichtliche Bedeutung. Das Haupthaus aus dem 18. Jahrhundert, das der in Engen sehr bekannte Emil Dannecker (1883 bis 1964) neu gefasst hat, besitzt künstlerischen Wert. Zudem sind Sägemühlen dieser frühen Entstehungszeit sehr selten. Deshalb ist die Mühle als Kulturdenkmal heute bedeutend für die Hausforschung und die Technikgeschichte. Die Sanierung trägt zu einer Belebung von Gasthof, Tourismus und Denkmal bei.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

33 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2017 unterstützt. Seit ihrer Gründung hat sie weit mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.