Historisches Stadthaus wertet Stadteingang auf – Denkmalstiftung unterstützt Eigentümer

Artikel eingestellt am 11. September 2017

Stuttgart / Fridingen a. d. D. – Seit rund zehn Jahren steht das historische Fachwerkhaus „Am unteren Tor 2“ in Fridingen leer. Jetzt wird es grundlegend restauriert. Im Erdgeschoss soll dort ein Café einziehen, im Obergeschoss sind drei Ferienwohnungen geplant. „Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg begrüßt das Vorhaben und fördert das Sanierungsprojekt mit einer nennenswerten Summe. Denn dadurch wird das kleine Bürgerhaus mit Wirtschaftsteil aus dem 18. Jahrhundert erhalten und revitalisiert. Zudem wertet es am Eingang zur historischen Altstadt das Stadtbild Fridingens auf“ sagte der Geschäftsführer der Denkmalstiftung, Hermann Vogler, bei der Übergabe des Zuwendungsvertrags.

Das dreigeschossige, schmale, so genannte Quereinhaus fällt auf durch sein hohes Satteldach. Errichtet wurde das denkmalgeschützte Gebäude damals an der sehr ausgedünnten Stadtmauer, so dass das obere Fachwerkgeschoss über sie hinaus ragt. Investor, Architekt und Denkmalschutzbehörden haben sich darauf geeinigt, dass die Außenansicht des Gebäudes nahezu authentisch restauriert wird. Die Arbeiten konzentrieren sich dabei vor allem auf die äußere Fassade, die Dachhaut und die Fenster im Giebeldreieck.

Fridingen hat sich bereits seit den 1970er Jahren um seine Stadtsanierung bemüht, Straßen und Plätze gestaltet und damit auch Impulse für private Investitionen an Baudenkmalen in der Altstadt gesetzt. Das Fachwerkhaus „Am Unteren Tor 2“ wird nach seiner Renovierung den Eingang zum historischen Stadtkern positiv markieren.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. Weil die Sanierungskosten das Budget von privaten Bauherren oder Bürgerinitiativen oftmals übersteigen, fördert die Stiftung mit Sitz in Stuttgart häufig denkmalgerechte  Renovierungsmaßnahmen.

„34 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2016 unterstützt. Seit ihrer Gründung hat sie mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält“ so Vogler.
Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.