Kreuzweg zur Altstadtkapelle wird restauriert – Denkmalstiftung fördert Konservierung mit 15.000 Euro

Artikel eingestellt am 1. Februar 2018

Stuttgart / Rottenburg – Ziemlich steil ist der Serpentinenweg des Kreuzwegs hinauf zur Altstadtkapelle in Rottenburg. Die 14 Bildstöcke aus dem Jahr 1861 verwittern zunehmend und müssen restauriert werden. Dafür setzt sich die Bürgerstiftung Rottenburg a. N. ein. Von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg erhält sie nun 15.000 Euro für ihr Vorhaben.

Der Stationenweg ist ein Kulturdenkmal. Als prägendes Zeugnis der Frömmigkeit drückt er eine lebendige Kultur von Kreuzwegs-Prozessionen aus. Doch der Verfall der Bildstöcke aus Wendelsheimer Sandstein ist offensichtlich. Viele Zierformen sind verwittert und nur noch fragmentarisch erhalten, die Inschriften sind teilweise abgeblättert. Daran sind nicht nur Efeu, Moos und Feuchtigkeit schuld, sondern auch frühere Reparaturen mit falschen Materialien. Jetzt müssen die Stationen abgebaut, grundlegend instand gesetzt und wieder neu eingebaut werden. Weil sie nicht mehr standfest sind, brauchen sie ein neues Fundament.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

„Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. Hierfür ist die Bürgerstiftung in Rottenburg ein ausgezeichnetes Beispiel“ sagte Herr Peter Rothemund, Mitglied des Vorstands der Denkmalstiftung Baden-Württemberg, bei der Übergabe des Zuwendungsvertrags.

33 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2017 unterstützt. Seit ihrer Gründung hat sie weit mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Bilder: Bürgerstiftung Rottenburg