Landhaus am Feldberg: Denkmalstiftung fördert Instandsetzungsarbeiten am Haus Keck

Artikel eingestellt am 7. August 2020

Stuttgart/Feldberg – Es ist ein Kulturdenkmal, das bis auf Kleinigkeiten in seinem ursprünglichen Zustand erhalten ist: Das Haus Keck am Feldberg, benannt nach seinen jahrzehntelangen Eigentümern, wurde 1913 ursprünglich als Landhaus für einen Industriellen erbaut. Seither ist das Gebäude mit seinem charakteristischen Schopfwalmdach und den hölzernen Galerien bereits denkmalgerecht bestandsgetreu renoviert worden. Die jetzt notwendigen Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten unterstützt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg mit einem Zuschuss von 25.000 Euro.

„Die Architekten Curjel und Moser haben hier Elemente des typischen Schwarzwaldhauses kombiniert mit der englischen Landhausarchitektur“, erklärt Peter Rothemund, ehrenamtlicher Geschäftsführer der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. „Das macht dieses Haus zu einem ganz besonderen Schmuckstück in herausragender Lage.“ Es liegt oberhalb des Köpflewegs am Feldberg und gilt als das höchstgelegene Wohnhaus in Baden-Württemberg.

Um das denkmalgeschützte Gebäude in seinem überlieferten Zustand zu erhalten, stehen aktuell eine ganze Reihe von Arbeiten an: Dach- und Wandschindeln müssen repariert, der Außenanstrich erneuert sowie Fenster und Haustür renoviert werden. Auch der historische Kachelofen soll instandgesetzt werden. Darüber hinaus soll das Gebäude auch behutsam energetisch ertüchtigt und auf einen moderneren Stand gebracht werden. Kellerdecke, Verandabrüstung sowie Auf- und Abgänge werden dafür verbessert.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. 39 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts bereits in diesem Jahr unterstützt, weitere stehen noch an. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie weit über 1.500 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen.

Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Foto: Eigentümer