Die Weiternutzung von Bauten nach erhaltender Sanierung ist dabei topaktuell. Der verantwortliche Umgang mit dem Bestand ist immer auch sparsamer Umgang mit Ressourcen. ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­ ͏ ‌     ­
 
Denkmalstimme Ausgabe 1 2022
 
 
Denkmalstimme_1_2022

Liebe Leserinnen und Leser!

In dieser Ausgabe der „Denkmalstimme“ beginnen wir eine Serie, die sich mit „Kleindenkmälern“ befasst, also mit „ortsfesten, selbständigen kleinen Gebilden, von Menschenhand aus beständigem Material gefertigt“, so die Definition.

Kleindenkmäler gingen und gehen aufgrund ihrer geringen Größe, wegen Unkenntnis ihrer Bedeutung und auch wegen ihres nicht offensichtlich zu Tage tretenden Nutzens oft verloren. Diesem Mangel helfen wir durch die neue Serie nun ab.

Die beiden heute vorgestellten großen Denkmäler dagegen sind von beträchtlichem Nutzwert: Das eine steht in aller Schönheit auch für die Wasserversorgung jeder Menge Haushalte, das andere hat mehrere Generationen einer Familie beherbergt, es wird dort nun sogar zusätzlicher Wohnraum geschaffen.

Die Weiternutzung von Bauten nach erhaltender Sanierung ist dabei topaktuell. Der verantwortliche Umgang mit dem Bestand ist immer auch sparsamer Umgang mit Ressourcen. Abrisse werden vermieden, wenn Denkmale langfristig genutzt werden. Die graue Energie, die in jedem Gebäude steckt, würde durch Abriss und Neubau zum Nachteil der Umwelt freigesetzt.

Die Sanierer handeln also ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, als deren Erfinder Hannß Carl von Carlowitz (1645–1714) gilt – wenn er auch in seinem Werk »Sylvicultura Oeconomica: Anweisung zur wilden Baum-Zucht« (1713) nur das Wort „nachhaltend“ verwendet hat. Schlicht gesagt war seine Devise: Nutze nicht mehr Holz, als nachwachsen kann.

Auf unsere Denkmäler übertragen: Schone die Grundlagen, nutze das Gebäude weiter, das schon steht, statt neu zu bauen. Die Weiternutzung von Denkmälern aber dient über ihre Nachhaltigkeit hinaus vor allem auch der Sicherung unseres kulturellen Erbes.

Unterstützen Sie die Denkmalstiftung gerne dabei, „nachhaltiges“ Handeln zu fördern!