Liebe Leserinnen und Leser!
Es sind schwierige Zeiten. Das Bonmot „Kein Vormarsch ist so schwer wie der zurück zur Vernunft“, Bertolt Brecht zugeschrieben, charakterisiert die Situation recht gut. Angesichts von Klimawandel, Pandemie und Krieg in Europa liegt der Gedanke nahe, man solle heutzutage besser „in Menschen investieren statt in Steine“. Aber: Menschen brauchen Heimat – oder eine Gemeinde, die Heimat für sie werden kann.
Eine Gemeinde, die man von Ferne erkennt, am Kirchturm, am Burgberg. Eine Gemeinde, auf die man sich beim Heimkommen mit einem kleinen Jauchzer im Herzen zubewegt. Ein Zuhause. Unsere heutigen Denkmalobjekte, Kirche wie Burg, sind solche weithin sichtbaren Zeichen ihrer Städte. Sie stellen uns in die lange Reihe derer, die vor uns hier waren und nach uns hier sein werden. Wenn sie berichten könnten, würden sie Geschichten von Krieg, Krankheit und Verzweiflung erzählen – und davon, wie sich Vieles dann doch immer wieder zum Guten gewendet hat.
Menschen brauchen Obdach, aber sie brauchen auch nicht-alltägliche Räume und Orte, sakrale und historische. Orte für die Sehnsucht nach der Basis, die trägt, wenn alles in Unordnung gerät. Orte, die uns stärken und festigen, wenn der Alltag durcheinandergeraten ist. Orte, die über das Alltägliche hinausweisen.
Die Denkmalstiftung investiert auch in diesen Zeiten in Steine – für Menschen.
Wir freuen uns, wenn Sie uns mit Ihrer Spende dabei helfen.
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