Ortsbildprägender Einfirsthof in Burbach wird saniert: Denkmalstiftung fördert Gesamtinstandsetzung

Artikel eingestellt am 18. Januar 2019

Stuttgart / Marxzell-Burbach – Absolut denkmalgerecht sanieren will die Eigentümerin den historischen Einfirsthof in der Speiglerstraße 24 in Burbach. Dieses denkmalpflegerisch vorbildliche Ziel kommt nicht nur ihr selbst, sondern auch der Allgemeinheit zugute. Denn der eindrucksvolle Fachwerkbau aus dem 18. Jahrhundert prägt mit seiner Lage das Ortsbild von Burbach. Die fachgerechte Instandsetzung des historischen Bauernhauses fordert trotz viel Eigenleistung einen hohen finanziellen Einsatz. Deshalb unterstützt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg das Sanierungsprojekt mit einem ansehnlichen Betrag.

Der historische Einfirsthof geht auf das Jahr 1725 zurück. Der weitgehend im Originalzustand überlieferte Hof dokumentiert eindrücklich eine vergangene Lebensform, bei der Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach zusammengefasst sind. „Der Entschluss zu einer völlig denkmalgerechten Sanierung ist vorbildlich und sichert den unverfälschten Fortbestand dieses ortsbildprägenden Denkmals“, sagte Dr. Gerhard Kabierske, Kuratoriumsmitglied der Denkmalstiftung Baden-Württemberg bei der Übergabe des Zuwendungsvertrages an die Eigentümerin der Hofanlage.

In enger Abstimmung mit den Denkmalschutzbehörden renoviert die Eigentümerin den historischen Gebäudekomplex in mehreren kleinen Bauabschnitten. Viele Maßnahmen sind dabei gefordert – die denkmalgerechte Sanierung von Fachwerk- und Sandsteinaußenwänden, von Fenstern, Läden, Türen, Wänden, Decken und Böden, Eine Wärmedämmung im bewohnten Bereich gehört ebenso dazu wie die Erneuerung der Haustechnik und der Abbruch von nicht mehr sinnvollen Ein- und Anbauten.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. Häufig hilft die Stiftung dann, wenn die Kosten der denkmalgerechten Sanierung das private Budget privater Eigentümer weit übersteigen.

37 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2018 unterstützt. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. 60 Prozent davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.