Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2019

Artikel eingestellt am 6. März 2019

Heute suchen wir ein Ensemble aus Schloss und Kirche, architektonische Höhepunkte eines vielbesuchten Landschaftsgartens.

Die Gebäude entstanden zwischen 1734 und 1746, wobei das Schloss ursprünglich auf einen Sitz des Deutschen Ordens zurückgeht, der in der Gegend sehr präsent war und sich einen Architekten leistete, der ringsum so viel beschäftigt war, dass „in Eil“ zu seinem Lebensmotto wurde. Wo er es selbst nicht mehr schaffte, vollendete sein Sohn.

Die Kirche ist in ihrer Farbigkeit typisch für den Meister: Die hervorgehobenen Bauelemente wie Pilaster und Lisenen bis hinauf zum Turm sind rot, der Putz der Außenhaut erscheint dagegen in hellem Ocker. Seine Bauten in der weiteren Umgebung unseres gesuchten Objekts haben ebenfalls diese Farbsignatur und sind jeweils die überragenden Bauwerke ihres Orts.

So auch hier, wobei das dreiflügelige Schloss nicht ganz so charakteristisch für unseren Architekten ist, denn es erscheint in einer doch eher starren Geometrie – die beiden Seitenrisalite sind von Türmen der mittelalterlichen Burganlage vorgegeben. Aber auch in dieser notwendigen Adaption verrät er sich durch die farbigen Eckquader und Lisenen. Und ganz im Element ist er beim Mittelrisalit des Schlosses durch das überragende Tympanon, reich versehen mit Wappenreliefs.

Typischer ist die – zuerst gebaute – Kirche südlich des Schlosses, wegen ihrer Ausstattung durch ähnlich vielbeschäftigte, berühmte Künstler der Region eine der kostbarsten Rokokokirchen überhaupt.

Wie also heißt das von einem berühmten Blütengarten umgebene Ensemble, wo steht es und wer ist der gesuchte Baumeister?

Rätsellösung: Erscheint hier mit Ausgabe der nächsten Denkmalstimme. Teilnahmeschluss war der 31. Mai 2019.

Unter den Einsendern verlosen wir 5 Exemplare des Bandes „Kunst in Oberschwaben – Von den Pfahlbauten bis heute“. Das reich bebilderte Buch ist 2018 im Belser Verlag, Stuttgart erschienen.