Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2018

Der Architekt unseres Rätselbauwerks gilt als Romantiker. In Tat und Schrift zieht er gegen seinen hochberühmten Lehrmeister zu Felde. Den sieht er als Repräsentanten der „Antiken“ und ihrer „längst todten Nachahmung“. Ihr antwortet er mit seinem „Rundbogenstyl“. So ergibt sich in einer der (nicht nur im Land) bekanntesten Kuranlagen eine Synopse zwischen Lehrer und (abtrünnigem) Schüler. Links der strenge Nachahmer der „Antiken“, der sein kleines Land und vor allem dessen…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2018

Das enorme Baukunstwerk erhebt sich über dem nördlichen Gestade eines völkerverbindenden Flusses, den ganz in der Nähe unseres gesuchten Objekts eine wegen ihres Alters und Konstruktionsart berühmte Holzbrücke überquert. An deren Erhalt hatte die Denkmalstiftung wesentlich Anteil. Unweit dieser länderübergreifenden Brücke landet man auf einem ausladenden Kirchplatz, ehedem der Hof einer Nonnenstiftskirche, die durch Brand 1678 zerstört und hernach in Phasen barockisiert wurde – von herausragenden Architekten, Bildhauern und Stukkateuren…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 4/2017

Die Epoche der Reformation war auch eine Phase des Bildersturms, gerade in Oberdeutschland. In einer bedeutenden Reichsstadt unseres Landes wüteten die Reformatoren besonders: Die Gotteshäuser sollten frei sein von Kunst – sie lenke nur vom allein gültigen Wort ab. So wurden zahllose Meisterwerke der Schnitz- und Malkunst blindem Unverstand geopfert. Ein höchst bedeutsames Stück entging dem konfessionellen Wüten gleichwohl, und das ausgerechnet in direkter Nachbarschaft der erwähnten Reichsstadt. Ein Wunder!…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 3/2017

Das Jubiläum zum 900. Gründungsjahr 1983 wurde mit einem kleinen evangelischen Kirchentag begangen – für eines der wenigen weitgehend vollständig erhaltenen romanischen Gebäude im Land. Der Hauptteil, das signifikante Schiff , ist sozusagen klassisch-romanisch, flankiert von zwei Nebenschiffen. Eine beispielhafte Basilika, im Osten allerdings nicht durch einen einzigen Chor, sondern durch drei Apsiden abgeschlossen. An diesen wie auch am ursprünglich freistehenden Turm werden oberitalienische, besonders lombardische Einflüsse deutlich. Ein damals…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2017

Der Turm überragt den Ort, von dem aus er früher verwaltet wurde, und dient noch immer als Stadtzeichen, als eines der ganz wenigen Jugendstil-Erinnerungsstücke aus einer vordem blühenden Stadtarchitektur, denn man hatte auch hier einst Geld und einen avantgardistischen Geschmack, den man seinem Hauptgewerbe auch schuldete! Unser Bauwerk entstand zwischen 1901 und 1903. Der wackere Baumeister, zugleich Bau-Bezirksinspektor, kam aus der Nähe, wurde aber nie sonderlich berühmt, obwohl sein Turm…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2017

Ein Bau, gewissermaßen janusköpfig: Im Norden, auf der Parkseite am Rande eines bekannten Kurorts, zeigt er seine Renaissance-Schauseite, die ein markanter Treppenturm im Verhältnis 5:3 teilt. Dieser „Schneck“ stammt noch aus der Entstehungszeit des ursprünglichen Baus von 1578. Die Rückseite zur weiten Ebene hin entsteht gut 150 Jahre später, eine eher nüchterne, klassizistische Fassade mit ausladendem,flachem Dreiecksgiebel. Der Umgestalter dieser „Landseite“ hat aber auch das Innere mit modelliert. Seinerzeit bekannter…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 4/2016

Das gesuchte Gebäude war derart umstritten, dass es mittels einer Volksabstimmung verhindert werden sollte. Es passe, so hypermodern wie es sei, und überhaupt, nicht in die historische Umgebung. Keinesfalls aber in die direkte Nachbarschaft eines der bau- und kulturgeschichtlich bedeutendsten und auch bekanntesten Bauwerke des Landes. Allein, die Gegner erreichten das Quorum nicht. Und so entstand zwischen 1991 und 1993 eine der umstrittensten und am Ende wohl auch gelungensten modernen…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 3/2016

Sie sind der letzte Rest einer sonst Wahn gebliebe­nen Welthauptstadt. 1936 bestellt und nie abgeholt, sollten diese 14 Monumente das Untergeschoss eines Denkmals für einen befreundeten Diktator tragen. Nachdem die Welt­stadt-Pläne in den grau­samen Realitäten unter­gegangen waren, blieben die Säulen bis heute am Auslieferungsort, wo sie auf ein dahinter liegendes Steinbruchgelände verwei­sen, in dem dieser auch an Fossilien reiche Werkstoff weiterhin abgebaut wird. Zu den herausragenden Funden dort gehören dabei…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2016

Unser gesuchter Architekt bildet mit seinem Lehrmeister zusammen die bedeutsamste historistische Baumeistereinheit des Landes. Beide haben ihre Stadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nachhaltig geprägt – in zwei unterschiedlichen Stilen. Der eine, der Lehrer, war ein überzeugter „Grieche“. Er baute antik mit Säulen und Tympanon, wobei das Markenzeichenfür seine vielen repräsentativen Gebäude die sechsbis achtsäuligen Schaufassaden mit ionischem oderkorinthischem Kapitell waren. Der gesuchte Schüler allerdings wendet sich exakt…

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Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2016

Bau und Baumeister passen hier so ideal zusammen wie selten einmal: Das gesuchte Gebäude birgt eine der berühmtesten Geistesinstitutionen des Landes, und sein Erbauer wiederum ist einer seiner wichtigsten Architekten. Und zwar nicht nur jener architekturbewegten Zeit um 1900, sondern wohl überhaupt. Ein Meister der Übergänge vom späten Historismus in Jugendstil und Expressionismus. Er baut, besonders an den „Polen“, dem Norden und Süden seines langgestreckten Heimatlandes, bedeutsame Komplexe mit dem…

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