Bemalte Fassade konserviert: Fuchshöhle in Bad Säckingen ist Denkmal des Monats Juni 2021

Artikel eingestellt am 1. Juni 2021

Stuttgart/Bad Säckingen – Am Säckinger Münsterplatz kommt der sogenannten „Fuchshöhle“ ein ganz besonderer Stellenwert zu: Mit seinen komplett bemalten fünf Stockwerken ist der extrem schmale Bau gegenüber des Münstereingangs seit mehr als hundert Jahren ein Hingucker für Touristen wie für Einheimische. Jetzt ist die Fassadenmalerei komplett saniert und konserviert worden – eine gute Gelegenheit für die Denkmalstiftung Baden-Württemberg, die Fuchshöhle zum Denkmal des Monats Juni zu ernennen.

Das Gebäude selbst hat seinen Ursprung im Mittelalter, die Bemalung erhielt es um das Jahr 1900 herum vom Säckinger Kunstmaler Johann Kaiser. Dessen figürliche und ornamentale Malereien im zeittypisch romantisierenden Stil bedecken die Fassade komplett, die eingebetteten Inschriften befassen sich mit dem Kater Hiddigeigei aus dem „Trompeter von Säckingen“ von Josef Victor von Scheffel.

Zuletzt waren erhebliche Schäden an diesem Freiluft-Kunstwerk festgestellt worden: Bei früheren Sanierungen sind offenbar Farben mit Kunstharz verwendet worden, die dem Originalanstrich und dem Putz darunter erheblich zugesetzt haben. Der gealterte Kunstharzüberzug bildete schließlich einen weißgräulichen Belag auf der gesamten Oberfläche.

In einer aufwändigen Sanierung sind die Schäden behoben und Putzstellen ausgebessert worden. Damit wird die Fuchshöhle ihrem Status als Kulturdenkmal nun wieder auf den ersten Blick gerecht.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. 11 Projekte unterstützt die Stiftung bürgerlichen Rechts bereits in diesem Jahr, zahlreiche weitere werden folgen.

Seit ihrer Gründung 1985 hat sie annähernd 1.600 Vorhaben mit rund 63 Millionen Euro gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Foto: A. Wais, Stuttgart