Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2018

Artikel eingestellt am 26. Februar 2018

Das enorme Baukunstwerk erhebt sich über dem nördlichen Gestade eines völkerverbindenden Flusses, den ganz in der Nähe unseres gesuchten Objekts eine wegen ihres Alters und Konstruktionsart berühmte Holzbrücke überquert. An deren Erhalt hatte die Denkmalstiftung wesentlich Anteil. Unweit dieser länderübergreifenden Brücke landet man auf einem ausladenden Kirchplatz, ehedem der Hof einer Nonnenstiftskirche, die durch Brand 1678 zerstört und hernach in Phasen barockisiert wurde – von herausragenden Architekten, Bildhauern und Stukkateuren der Gegend; die Stuckaturen gehen auf die Wessobrunner Meister zurück.

Die für das innere Erscheinungsbild so entscheidende Nischenarchitektur (statt der in vorhergehenden Bauphasen üblichen Seitenschiffe) stammt von Johann Caspar Bagnato. Die Turmerhöhung mit ihren barocken Hauben geschah in den zwanziger Jahren des 18. Jahrhunderts.

Bei der Innenausstattung um 1750 waren wieder zwei in der Region vielfach tätige Künstler beteiligt: F. J. Spiegel als Freskant und J. M. Feichtmayr als Stuckateur. Der künstlerisch beachtliche Kanzelträger (um 1720) ist eine Arbeit des sonst wenig hervorgetretenen Johann Freytag. Nach der Barockisierung hat noch ein berühmter Architekt des Landes Hand an dieses Bauwerk gelegt: Der Meister des Rundbogenstils, Heinrich Hübsch, gestaltete 1859 Teile der Westfassade neu.

Wie nun heißt dies Gebäude mit seiner monumentalen Doppelturmfassade am großen Grenzfluss, nahe der noch bekannteren historischen Holzbrücke? Und wie schließlich der Ort, den es schon von Weitem dominiert?

Gefragt war nach dem Münster St. Friedolin in Bad Säckingen am Hochrhein, das aus einer mittelalterlichen Damenstiftskirche am gleichen Ort hervorgegangen ist. Die heutige Ausstattung der den Säckinger Marktplatz beherrschenden Kirche stammt vor allem aus der barockzeit, als hier mehrere berühmte Baumeister und Stuckateure tätig geworden sind.

Den Bildband über den Architekten Theodor Fischer aus dem Wasmuth Verlag haben gewonnen: Paul E., Görwihl; Barbara F., Heilbronn; Sonja M., Stuttgart; Peter O., Schorndorf; Susanne R., Schifferstadt.