Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 4/2018

Artikel eingestellt am 22. Oktober 2018

Unser heutiges Gebäude ist das konfessionelle Pendant zu einer in der Nähe stehenden „andersgläubigen“ Kirche. Beide Gotteshäuser sind durch einen mittlerweile zum vielbesuchten Park gewordenen Alten Friedhof verbunden, an dessen Südende der gesuchte Bau steht.

Anders als das Gegenstück am Nordeck des Parks ist das zu erratende Bauwerk in Formensprache, Ausgestaltung und Erscheinung konventioneller, aber darin eines der letzten hochblühenden Exempel für den Historismus im Land und schon von Weitem erkennbar durch seine steile, sehr spätgotisch wirkende Fünfknopf-Dachbekrönung aus Kupfer.

Von der Nähe zeigt sich dieser Bau in für Süddeutschland seltener norddeutscher Backsteingotik – beim Klinkermaterial also dem konfessionellen Gegenstück verwandt, keinesfalls aber in der Ausstattung. Sie ist bei unserem Rätselexemplar noch original erhalten geblieben und neuerdings aufs Feinste saniert.

Fast ein Mirakel: Denn die für 1967 vorgesehene Renovierung plante die radikale Entfernung der Innenausstattung! Allein, es fehlte das Geld für ein so tiefgreifendes Veränderungswerk.

Deshalb ist der Bau nun auch inwendig aufs Wundersamste wiederauferstanden als ein Beispiel für neo-spätgotische Ausstattungsvorstellungen. Bemerkenswert auch, dass dies Bauwerk von zwei historistischen Architekten entworfen wurde – Vater und Sohn.

Wie heißen die Architekten, welchen Namen hat das gesuchte Gebäude und wozu wurde es gebaut?

Rätsellösung: Gefragt war nach der katholischen Kirche St. Georg in Ulm mit ihrem außergewöhnlichen Kupferdach, 1902 bis 1904 als Garnisonskirche erbaut von Max Meckel und seinem Sohn Carl Anton.

Richtig geantwortet haben: Helga Allig, Ulm; Ingrid Albicker- Omidi, Karlsruhe; Wolfgang Padutsch, Welzheim; Bernd Schneider, Hamburg und eine weitere Gewinnerin.

Sie erhalten je ein Exemplar des 2018 im Silberburg Verlag erschienenen Buches von Susanne Dietrich: „Württembergische Landesgeschichte für Neugierige – von den Kelten bis zum Südweststaat“.