Der Hornisgrindeturm, auf der höchsten Erhebung des Nordschwarzwaldes ist Denkmal des Monats Juni 2005

Artikel eingestellt am 2. Juni 2005

In vier Jahren feiert der Hornisgrindeturm sein 100. Jubiläum. Die Initiative für seine Errichtung ging seinerzeit von einem Fabrikdirektor namens Nauwerk aus dem nahen Oberachern aus. Der Turm wurde im Jahr 1909 vom Schwarzwaldverein Achern aus dem in der Nähe anstehenden Buntsandstein als ganz zivile touristische Einrichtung erstellt. Dieser Nutzung diente er jedoch nur in der Hälfte der Zeit seines Bestehens. Von 1942 bis zum Abzug des französischen Militärs in den 90er Jahren wurde der Turm und das Gelände darum herum militärisch genutzt. Danach hat die Waldgenossenschaft Seebach, Ortenaukreis, den Turm vom Bund zurück erworben. Die Gemeinde Seebach hat das Gebäude in Erbpacht übernommen, um den Turm wieder instand zu setzen und den Besuchern den Blick über die Schwarzwaldhöhen zu ermöglichen.

Am Sonntag, 29. Mai 2005, war es schließlich so weit. Der Hornisgrindeturm ist wieder für die Allgemeinheit geöffnet. Bei der Wiedernutzung als Aussichtsturm wurde eine weitgehende „Rückführung des Gebäudekomplexes gemäß originalem Befund“ angestrebt.

Von den geplanten zwei Bauabschnitten mit angenommenen Gesamtbaukosten von rd. 850.000,- EUR wurde der erste Bauabschnitt nun zu einem guten Ende geführt. Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg beteiligte sich an diesem ersten Bauabschnitt mit einer Zuwendung von rd. 60.000,- EUR wobei eine zweckgebundene Spende der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg in Höhe von rd. 25.000,- EUR wesentlich mitgeholfen hat.

Die Freude über die Vollendung des „Friedenswerkes“ verbindet die Denkmalstiftung mit der Erklärung des Hornisgrindeturmes zum „Denkmal des Monats“ Juni 2005.

Planung und Durchführung: Adler & Retzbach, Freie Architekten, Karlsruhe