Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 3/2021

Artikel eingestellt am 3. August 2021

Heute geht es um einen exorbitanten Ausstattungsgegenstand, der fast so berühmt ist wie sein Nutzer, ein allseits beliebter Herrscher, der kurz vor seinem Tod noch eine wesentliche Rangerhöhung erfahren hat. Zu seiner Hochzeit sollen 14 000 Gäste gekommen sein, die offenbar 165 000 Laib Brot gegessen und 140 000 Liter Wein getrunken haben.

Denkmalstimme Rätselbild
Rätselobjekt

Für sein intellektuelles Vorwärtskommen sorgten seinerzeit berühmte Gelehrte. Auch der Stuhl, nach dem wir suchen, weist Momente des Überschwangs auf, Zeichen eines nun beginnenden neuen Zeitalters. Das Objekt ist etwa sechs Meter hoch und aus Eichenholz geschnitzt. Stilistisch hat es Ähnlichkeiten mit der hölzernen Ausstattung des nahen Chors. Seinen heutigen Platz fand dieser kunstreiche Stuhl erst 1900, als bekannte Architekten aus dem Land das Gotteshaus, dessen Namen wir auch wissen wollen, im Sinne des Historismus spätgotisch und dabei äußerst gekonnt umgestalteten.

Unser Rätselobjekt entstand wohl schon vor Baubeginn seines jetzigen Standorts und wurde erst später hierher transloziert. In der kunsthistorischen Bewertung heißt es, es handele sich um ein „architektonisch und bildnerisch ausformuliertes Gottesgnadentum“ und um eine „himmelwärts strebende Dynamik, die den darin Betenden über alle Sterblichen hinausheben“ solle.

Wie also heißt das kunstvolle Objekt und wie sein Besitzer, der im Übrigen eine bis heute höchst renommierte Lehrstätte gegründet hat? Wie das Gotteshaus, das diese Kostbarkeit birgt, und wie schließlich der Ort, an dem sich das alles findet?

Schade, denn der Einsendeschluss war der 31. Oktober 2021.

Der „exorbitante Ausstattungsgegenstand“, nach dem wir gefragt hatten, war der Betstuhl des Landesherrn Eberhard im Bart (Gründer auch der Tübinger Universität). Dessen heutiger Standort ist die Stiftskirche St. Amandus in Bad Urach.

Aus den Einsendern mit der richtigen Lösung wurden als Gewinner gezogen: Chris Behrend aus Stralsund, Margret Langkau aus Gladbeck, Dr. Bettina Munz aus Neustadt a.d. Weinstraße, Dr. Werner Reininghaus aus Knittlingen sowie eine Person, die anonym bleiben möchte.

Sie alle erhalten je ein Exemplar des Ausstellungskatalogs „Magisches Land – Kult der Kelten in Baden-Württemberg“ aus der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft.