Ministerin Nicole Razavi neue Kuratoriumsvorsitzende der Denkmalstiftung Baden-Württemberg
Weitere neun Kuratorenstellen neu besetzt

Artikel eingestellt am 16. November 2021

Stuttgart/Bad Wimpfen – Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, ist am Montag, 15. November, zur neuen Vorsitzenden des Kuratoriums der Denkmalstiftung Baden-Württemberg gewählt worden. Stellvertreter ist wie bisher Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württem­bergischen Handwerkstags.

Als Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen leitet Nicole Razavi auch die Oberste Denkmalschutzbehörde im Land. An der Spitze des Kuratoriums der Denkmalstiftung folgt sie auf Wirtschaftsstaatssekretärin a.D. Katrin Schütz, die das Gremium fünf Jahre lang geleitet hatte. Katrin Schütz wurde in der Sitzung in Bad Wimpfen mit großem Dank verabschiedet

Dem Kuratorium gehören unter anderem Vertreter des Landtags, der Landesregierung, der Landkreise, Städte und Gemeinden, der Wirtschaft und der Religionsgemeinschaften an. Es legt die Richtlinien der Stiftungsarbeit fest und bestellt den Vorstand. Das aus 23 Personen bestehende Gremium wurde aktuell für die nächsten fünf Jahre teilweise neu besetzt.

Neu im Kuratorium vertreten sind:

  • Martin Stölzle
    Bürgermeister in Donzdorf, für den Gemeindetag,
  • Jochen Rapp
    Evangelische Landeskirche in Baden
  • Landtagsabgeordnete
    Martin Rivoir (SPD), Friedrich Haag (FDP/DVP), Hans-Jürgen Goßner (AfD), weiter im Amt sind Barbara Saebel (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Klaus Herrmann für die CDU,
  • Dipl.-Ing. Markus Müller
    Präsident der Architektenkammer Baden-Württemberg;
  • Ulrike Hotz
    Architektin und ehemalige Baubürgermeisterin der Stadt Reutlingen,
  • Prof. Dr. Albrecht Rittmann
    Vorsitzender des Denkmalausschusses des Schwäbischen Heimatbundes,
  • S.K.H. Michael Herzog von Württemberg
    als Denkmaleigentümer.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Die 1985 gegründete Denkmalstiftung Baden-Württemberg fördert die Erhaltung von Kulturdenkmalen im Land. Sie unterstützt vorwiegend private Eigentümer und Bürgervereine, aber auch Kommunen und Kirchen. Die Stiftung wird dort tätig, wo die staatliche Denkmalpflege nicht oder nicht ausreichend wirkt. Seit ihrer Gründung hat sie über 1.600 Projekte mit annähernd 64 Millionen Euro gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel der Förderfälle beruhten auf Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil die Stiftung neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Trotzdem ist die Denkmalstiftung auch weiterhin sehr auf kleine und große Spenden angewiesen.

Foto: Verabschiedung ausgeschiedener Kuratoriumsmitglieder durch die Kuratoriumsvorsitzende, Frau Ministerin Nicole Razavi

v.l.n.r. Claus Brechter, Bürgermeister von Bad Wimpfen; Kuratoriumsvorsitzende Ministerin Nicole Razavi; Staatssekretärin a.D. Katrin Schütz; Dr. Gerhard Kabierske, Karlsruhe