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Zehntscheuer in Fridingen ist Denkmal des Monats Januar 2020

Artikel eingestellt am 9. Januar 2020

Stuttgart/Fridingen (Donau) – Sie gehört zu den Gebäuden, die das Ortsbild von Fridingen prägen: Die ehemalige Zehntscheuer ist ein imposanter Fachwerkbau, dessen Architektur den Machtanspruch der einstigen Besitzer widerspiegelt. Jetzt ernennt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg die Fridinger Zehntscheuer zum Denkmal des Monats Januar und würdigt damit zugleich die Bemühungen des Eigentümers um denkmalgerechte Instandsetzung.

Im Zuge der aktuellen Sanierungsarbeiten, die von der Denkmalstiftung gefördert werden, ist die Erneuerung des Daches bereits abgeschlossen. Dazu wurden Sparren und Traglattung ausgetauscht oder instandgesetzt und das komplette Pultdach in historischer Biberschwanz-Doppeldeckung gedeckt. Bei der Fassadensanierung hat sich der Eigentümer dann zu einer deutlich umfangreicheren Überarbeitung entschlossen.

War zunächst geplant, nur am Giebeldreieck Fachwerk und Putz zu erneuern, wurden die Arbeiten auf die gesamte Giebelwand ausgedehnt, um den schlechten Zustand an dieser Seite zu verbessern. Zusätzlich wurden auch an Nord- und Südfassade einzelne Stellen ausgebessert. Darin flossen zahlreiche Arbeitsstunden ein, die der Eigentümer selbst nach Anleitung in Eigenarbeit geleistet hat.

„Ein solches Engagement für ein Baudenkmal ist vorbildlich“, lobt Prof. Rainer Prewo, Vorstandsvorsitzender der Denkmalstiftung. Im Frühjahr sollen noch Putz- und Malerarbeiten am Sockel folgen sowie Türen und Tore gestrichen werden, damit die Zehntscheuer dann rundum in neuem Glanz erstrahlt.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

55 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts im Jahr 2019 unterstützt. Seit ihrer Gründung 1985 hat sie über 1500 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Zwei Drittel davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen.

Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Foto: Dr. K.-P. Hipp, Fridingen