
„Der Herrgott weiß, was mit uns geschieht.“ Nach diesem vertrauensvollen Motto leben Marie und Klara. Sie warten auf ihren Bruder, der im Zweiten Weltkrieg dienen musste.
Seither ist er nicht in das schöne, aber einsame Laucherttal zurückgekehrt. Doch wenn, wollen sie ihm „sein Sach‘ so übergeben, wie er es verlassen hat.“ Die beiden Schwestern arbeiten von früh bis spät, sommers und winters. Sie brauchen nicht viel. Dort oben auf der Schwäbischen Alb hat es keinen Strom und kein fließendes Wasser, keinen Fernseher und keine Waschmaschine. Der Pfarrer hat ihnen einen Kassettenrekorder geschenkt, auf dem sie sich seine Predigten anhören können.
Mit diesem Leben in äußerster Bescheidenheit kann man dennoch zum Fernsehstar werden: 1999 dreht jemand einen Film über die beiden Schwestern. 2001 stirbt Marie. Klara führt das mit der Wasserkraft der Lauchert betriebene Geschäft noch bis 2009 weiter, dann muss sie aufgeben und ins Pflegeheim. Der Bruder ist nie zurückgekommen.
Ein Reutlinger mit Sinn für Geschichte und Geschichten kauft das Lebenswerk der beiden Schwestern. Er räumt auf und renoviert, was möglich und nötig ist, macht ein kleines Museum daraus und zeigt es seitdem allen, die es sehen möchten.
Wie wird der beschriebene Ort genannt?
Und: Zu welcher Gemeinde gehört das Anwesen heute?
Raten Sie mit!
Wenn Sie die Lösung kennen oder herausgefunden haben, schicken Sie uns die Antwort bis 15. November 2026.
Unter allen Einsendungen verlosen wir fünf Exemplare von „Das Blaubeurer Lagerbuch“, ISBN 978-3-8353- 5893-5. Zeitgeschichtliches des 19. Jh. mit einem guten Schuss Satire verfasst und gezeichnet im Klosterseminar Blaubeuren von Schwabengenies im Teenageralter.
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