Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 1/2017

Artikel eingestellt am 10. März 2017

Ein Bau, gewissermaßen janusköpfig: Im Norden, auf der Parkseite am Rande eines bekannten Kurorts, zeigt er seine Renaissance-Schauseite, die ein markanter Treppenturm im Verhältnis 5:3 teilt. Dieser „Schneck“ stammt noch aus der Entstehungszeit des ursprünglichen Baus von 1578. Die Rückseite zur weiten Ebene hin entsteht gut 150 Jahre später, eine eher nüchterne, klassizistische Fassade mit ausladendem,flachem Dreiecksgiebel. Der Umgestalter dieser „Landseite“ hat aber auch das Innere mit modelliert. Seinerzeit bekannter Großmeister, vor allem im Auftrag des Deutschen Ordens und wesentlicher architektonischer Mitgestalter des südlichen Südwestens. Die reichlich von Putten bevölkerten Stuckdecken, um deren Reparatur sich die Denkmalstiftung vor Jahren schon gekümmert hat, sind das spektakulärste Element seiner Barockisierung.

Auch die Kapelle neben dem gesuchten Gebäude geht auf die Umgestaltungsideen unseres Architekturgranden zurück. Dabei halfen ihm bedeutende Vertreter aus der für ihre Barock- und Rokokokünstler bekannten Region.

Wir hatten bei diesem Preisrätsel ein Kleinod in einer südbadischen Kurstadt gesucht. Es war das Schloss Krozingen mit seiner Schlosskapelle. Ursprünglich von der Renaissance geprägte Bauten, die aber nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg durch Johann Caspar Bagnato eine prägende Umgestaltung zum Barock erfuhren.

Ein Buch zum Lutherjahr mit Bezug zu Baden-Württemberg haben bekommen:
Wolfgang Großkinsky, 74736 Hardheim; Eveline Groth, 88690 Uhldingen-Mühlhofen; Niklot Krohn, 79115 Freiburg; Dr. Helmut Maier, 10963 Berlin; Roland Meyer, 04539 Groitzsch. Sie haben die richtige Lösung herausgefunden und bei der Ziehung etwas Glück gehabt. Wir gratulieren!