Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2018

Artikel eingestellt am 16. April 2018

Der Architekt unseres Rätselbauwerks gilt als Romantiker.

In Tat und Schrift zieht er gegen seinen hochberühmten Lehrmeister zu Felde. Den sieht er als Repräsentanten der „Antiken“ und ihrer „längst todten Nachahmung“. Ihr antwortet er mit seinem „Rundbogenstyl“.

So ergibt sich in einer der (nicht nur im Land) bekanntesten Kuranlagen eine Synopse zwischen Lehrer und (abtrünnigem) Schüler. Links der strenge Nachahmer der „Antiken“, der sein kleines Land und vor allem dessen Residenz architektonisch mitgeformt hat, und rechts, unmittelbar daneben, sein rundbogiger romantischer Schüler mit einer Säulenhalle als Ambulatorium für die Kurgäste, die sich zum Heilwasser überwunden haben und nun dort umhergehen dürfen, nicht ohne Hoffnung zu sehen und vor allem gesehen zu werden.

Das Gebäude ist unserem gesuchten Architekten, möglicherweise durch die benachbarte Konkurrenz des Lehrers, so vortrefflich gelungen, dass es als eine seiner wohl bekanntesten Arbeiten gilt, die im Inneren übrigens reich mit Terrakotta-Platten ausgestattet ist und dazu noch mit Szenen aus der Landesgeschichte, besonders ihrer Sagenwelt – auch diese ja ein ausgesprochen romantisches Motiv.

Wie nun heißt diese zwischen 1839 und 1842 entstandene, äußerst einprägsame Gesundheitshalle, wie ihr Architekt, wie auch dessen Meisterlehrer in der direkten Nachbarschaft und wie schließlich der Ort, der, im Bombenkrieg unbehelligt, noch so viele originale Architektur aus dem Fin de Siècle birgt?

Das Rätsel ist leider abgeschlossen: Alle Antworten bis zum 31. Juli 2018 wurden berücksichtigt.
Unter den Einsendern verlosen wir fünf Exemplare des Buches, das wir in dieser Ausgabe der Denkmalstimme vorstellen: Rolf Bidlingmaier, Das Kronprinzenpalais in Stuttgart.