Gewusst wo? Denkmale im Land Nr.: 2/2019

Artikel eingestellt am 25. April 2019

Rätselbild Denkmalrätsel 2-2019

Einer staunenden Öffentlichkeit präsentierte die Siedlung einst neue Bauformen: 17 Architekten der Moderne mit internationalem Renommee machten an 33 Gebäuden Vorschläge für ein neues Wohnen. Und das mit einfachen, industriell vorgefertigten Materialien, schnell zu verbauen; die Wohnungsnot war auch damals groß.

Formale Pflicht wurden flaches Dach und rechte Winkel. Die konservative Architektenschaft am Ort war voll des Hohns und verspottete jenes flache Ensemble. Zehn Häuser haben den Bombenkrieg nicht überstanden, die restlichen 23 wurden nach langem Zögern vorbildlich restauriert, zwei davon unlängst gar mit dem Titel „Welterbe“ geadelt. Wir suchen einen Gebäudekomplex am Ende der Siedlung, ein Etagenhaus für zwölf Familien, nach den Worten seines Architekten „ein Konglomerat von ein-, zwei-, drei- und viergeschossigen Häusern, die so ineinandergeschoben sind, dass immer das flache Dach des niedrigeren Hauses die Terrasse bildet für das dahinterliegende höhere Haus“. Dahinter steckte die Idee gesunder, heller und gut durchlüftbarer Wohnbereiche, wie sie die gesamte Siedlung durchzieht.

Unser Architekt war im Übrigen der Älteste, der hier baute, und hatte wegen seiner expressiven Industriebauten schon damals einen großen Namen. Drei der bedeutendsten Architekten dieser „Wohnausstellung“ waren seine Schüler.

Wie nun heißt diese exorbitante Demonstration des Neuen Bauens, wann entstand sie und wo? Und wer war der berühmte Architekt des gesuchten Hauses, der übrigens als Maler angefangen hatte?

Beschrieben war natürlich die 1927 erbaute Weißenhof-Siedlung in Stuttgart, genauer das Terrassenhaus des Architekten Peter Behrens (1868–1940).

Aus den Einsendern mit der richtigen Lösung wurden als Gewinner gezogen:
Ulla Burkhardt, 38108 Braun-schweig; Barbara Görlach, 72127 Kusterdingen; Helmut Hapke, 89537 Giengen, sowie zwei weitere Personen.

Sie erhalten je ein Exemplar des im Thorbecke Verlag erschienenen Buches „Der Hochschwarzwald. Von der Eiszeit bis heute“.