Hardheim, Fruchtscheuer

Ehemalige Fruchtscheuer Hardheim-Breitenau zum Denkmal des Monats Januar 2018 ernannt

Artikel eingestellt am 22. Dezember 2017

Stuttgart / Hardheim-Breitenau – Sie ist ein wahres Kleinod aus dem 15. Jahrhundert, die ehemalige Fruchtscheuer in Hardheim-Breitenau, und sie ist Teil des Anwesens Graf Ballestrem im idyllischen Erftal. Weil ihr Eigentümer sich darum kümmert, das Kulturdenkmal vor dem Verfall zu retten und es denkmalgerecht saniert, erhält das Wirtschafts- und Stallgebäude des ehemaligen Klosters Bronnbach jetzt die Auszeichnung „Denkmal des Monats Januar 2018“. Mit diesem Prädikat würdigt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg das Bemühen der Eigentümerfamilie um den Erhalt dieses Kulturdenkmals, das auf dem touristischen Radweg in Hardheim-Breitenau durchaus eine historische Rarität darstellt.

Ein erster Schritt zum Erhalt der Fruchtscheune aus dem Jahr 1463 war die neue Dacheindeckung. Jetzt ist das Gebäude dicht. Weitere denkmalgerechte Sanierungsschritte folgen in den nächsten zwei Jahren. Mauer, Tore, Türen und Fenster sollen renoviert und so das Gebäude für die Zukunft gesichert werden. Genutzt wird das vermutlich älteste Bauwerk in der Region zwischen Walldürn und Tauberbischofsheim als Lagerraum. Ab und zu sollen dort auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Die Denkmalstiftung hat im Herbst 2016 einen ansehnlichen Betrag für die Renovierung bewilligt.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren.

Im Jahr 2017 hat die Stiftung bürgerlichen Rechts bereits 33 Projekte unterstützt, im Jahr 2016 waren es 34. Seit ihrer Gründung hat sie mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.

Foto: Johannes Graf Ballestrem