Haus Am Unteren Tor 2 in Fridingen ist Denkmal des Monats August/September 2018

Artikel eingestellt am 30. Juli 2018

Stuttgart / Fridingen – Anerkennung für das historische Stadthaus „Am Unteren Tor“ 2 in Fridingen: Die Denkmalstiftung Baden-Württemberg verleiht dem Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert jetzt die Auszeichnung „Denkmal des Monats“. Gleichzeitig würdigt die Stiftung aus Stuttgart damit die Motivation und das Engagement des Eigentümers, das Gebäude am Eingang zur historischen Altstadt nach zehnjährigem Leerstand zu renovieren und mit neuem Leben zu füllen.

Für Fridingen ist das ein Glücksfall, schließlich steht das stadtbildprägende Bürgerhaus mit Wirtschaftsteil an prominenter Stelle und ist Eingang zur historischen Innenstadt. Als städtebaulich wichtiges Haus wertet es durch die Sanierung den Stadtkern weiter auf. Wo einst Gerber und Steinmetze ihr Handwerk betrieben, sollen nach der Renovierung Feriengäste in drei Ferienwohnungen unterkommen und ein Café im Erdgeschoss Fremde und Einheimische bewirten.

Das dreigeschossige, schmale „Quereinhaus“ mit seinem hohen Satteldach wurde an der schon damals sehr ausgedünnten Stadtmauer errichtet. Dass der Investor die Außenansicht des denkmalgeschützten Fachwerkhauses nach historischem Vorbild erhält, weiß die Denkmalstiftung Baden-Württemberg sehr zu schätzen. Deshalb hat sie im September 2017 eine nennenswerte Fördersumme für das Sanierungsprojekt bewilligt.

Denkmalstiftung Baden-Württemberg

Nach ihrem Motto „Bürger retten Denkmale“ fördert die Denkmalstiftung Baden-Württemberg insbesondere private Initiativen und gemeinnützige Bürgeraktionen, die sich für den Erhalt von Kulturdenkmalen im Land engagieren. Sie hilft besonders auch dort, wo denkmalgerechte Sanierungskosten das Budget privater Bauherren bei weitem übersteigen.

33 Projekte hat die Stiftung bürgerlichen Rechts allein im Jahr 2017 unterstützt. Seit ihrer Gründung hat sie weit mehr als 1.400 Vorhaben gefördert, um Baudenkmale vor dem Verfall zu retten. 60 Prozent davon waren Anträge von Privaten, Fördervereinen und Bürgerinitiativen. Möglich war dies, weil sie neben den Erträgen aus dem Stiftungskapital auch erhebliche Mittel aus der Lotterie GlücksSpirale erhält. Für die Förderung und die Öffentlichkeitsarbeit zum Denkmalschutz bleibt die Denkmalstiftung Baden-Württemberg aber mehr denn je auf großzügige Spenden angewiesen.